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Erst deligitimieren, dann kriminalisieren - Folge 115

Kritiker klagen über mangelde "Out of Area"-Einsätze der Clownsarmee

welt online:
Politischer Protest für Feiglinge (heute: Clownsarmee)

Gideon Böss
von Gideon Böss, Journalist
07.04.2009 - 00.48 Uhr

Der NATO-Gipfel ist vorüber, der G20-Gipfel auch und ein paar friedliche Globalisierungsgegner gaben eine Kostprobe dessen, was sie unter einer ''anderen Welt'', die ''möglich'' ist, verstehen. Sie zogen plündernd umher, legten Feuer und versuchten so gut es ging, alles um sich herum zu zerstören. Es ist ein wenig irritierend, wenn man über ein Militärbündnis sagen muss, dass es zivilisierter auftritt als seine kriegsgegnerischen Kritiker.

Besonders interessant auf solchen Demonstrationen von Attac und Co. sind die Clowns (hier in Heiligendamm07) .

Foto: dpa

Auf dem G-8-Gipfel feiert das Clown-Kostüm eine Renaissance im Zeichen der Protestkultur...

Die rennen da herum, stauben die Polizisten ab und überschütten sie mit Flüssigkeiten. Das soll nicht nur die Stimmung heben, sondern hat sogar eine ziemlich mutige Botschaft. Es geht nämlich um das Lächerlichmachen militärischen Auftretens. Nun ist es nicht gerade schwer, Leute zum Lachen zu bringen, wenn andere Leute sich stocksteif in Uniform bewegen und seltsame Übungen am Gewehr verrichten. Der Mehrwert ist also gering, außer dass man mit Sicherheit davon ausgeh immer demonstrieren. Was aber an den mutigen Clowns ein wenig enttäuschend ist, ist ihre Feigheit.

Sie gefallen sie sich darin, angebliche Grenzen zu überschreiten und Autoritäten herauszufordern. Dabei dürfte ehen kann, dass sich unter der Schminke ein aggressiv-humorfreier Andersweltler versteckt. Aber egal, jeder darf sich gerne verkleiden und für was aucs heute wesentlich gefährlicher sein, einer Oma die Handtasche zu klauen, als während einer Demonstration vor einem Polizisten herumzuhampeln...

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stattweb.de-News und -Mitteilungen, 05.April 2009

Kehl/Strasbourg/Baden-Baden: Aus der Erkenntnis der Niederlage die Voraussetzung künftiger Erfolge machen

1.Das Gerede um rufschädigende Gewalt hilft nicht weiter. Seit 1967 wird “die Gewalt” beklagt, mit der die Demonstranten sich selber schaden.

1.1 Das dümmste an dem Gerede ist die Irreführung durch den Sammelbegriff. Wenn ein geworfener Farbbeutel und eine abgeschossene Rakete über den Begriff “Gewalt” als identisch gesetzt werden, entfällt jeder Bezug auf vorstellbare Folgen für menschliche Körper.

1.2 Insbesondere fehlerhaft wird die Rede von Gewalt und dem staatlichen Gewaltmonopol, wenn sie unterschlägt, dass zum staatlichen Gewaltmonopol immer das Monopol gehört, willkürlich zu definieren, was Gewalt sein soll. So unternahmen Mitglieder der Clownsarmee am Freitagmittag den Versuch, in die Innenstadt zu gelangen, dem einzig sinnvollen Ort der vorgesehenen Demonstration. Nach allen Berichten wurde der Vorstoß per Wasserwerfer, Schockgranten, Tränengas und natürlich mitüberlieferter Knüppelgewalt zurückgeschlagen. Nach regierungsamtlicher Diktion war das Demonstrierenwollen “Gewalt”, die Sanktionen verdiente, die Attacke durch die Polizei als staatliches Vorgehen aber definitionsgemäß “gewaltlos”...

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02. April 2009, 18:31

Mit der Chaostheorie gegen den Gipfel

Jubiläumstagung in Straßburg entscheidet über Afghanistan - Proteste sind programmiert

  • Artikelbild

    Die Clownarmee ging am Donnerstag in Straßburg zum Angriff über. Die Proteste werden sich ab heute, Freitag, ausweiten. Auch aus Österreich reisten Demonstranten an.

  • Artikelbild

    Mensch und Tier sind aufgerüstet, die französische Polizei steht bereit, um jede Störung des Gipfels zu verhindern. In Straßburg und Kehl sind mehr als 25.000 Polizisten im Einsatz.

Nach dem G-20-Gipfel geht es weiter: Die westlichen Staatschefs reisen nach Straßburg, wo der Nato-Gipfel beginnt. Die Allianz entscheidet am Rhein über die Aufrüstung in Afghanistan. Proteste sind programmiert.

***

"Die Ausschreitungen beim G-20-Treffen waren nur ein Vorgeschmack auf den Nato-Gipfel." Diese Warnung eines deutschen Sicherheitsexperten umschreibt die gespannte Lage im Elsass und Baden-Württemberg, wo der 60. Nato-Gipfel am Freitag beginnt. Den Auftakt macht eine Gala-Soiree mit der Violonistin Anne-Sophie Mutter in der Kurstadt Baden-Baden. Am Samstag werden die Staats- und Regierungschefs sodann vom deutschen Kehl aus die Europabrücke über den Rhein nach Straßburg überschreiten; auf der anderen Seite wird sie Frankreichs Staatschef Sarkozy zum eigentlichen Gipfeltreffen abholen.

So sieht es das Jubiläumsprogramm des größten Militärbündnisses aller Zeiten vor. Dagegen mobilisieren am Samstag einige zehntausend Demonstranten. Am Mittwoch begannen sie in Straßburg mit einer "Clown-Parade" gegen den "Sicherheitszirkus". Ab heute ist dann Schluss mit Lachen. "Wir werden in kleinen Gruppen nach der Chaostheorie improvisieren", meint Xavier Renou von der Anti-Nato-Organisation Désobésissants (Gehorsamsverweigerer). Das Kollektiv "Block Nato" erteilt auf Internetseiten bereits Ratschläge, wie man Straßensperren umgeht...

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