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  Operation „Nasty NATO“
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ClownArmyBerlin: Operation „Nasty NATO“

CAB// Lt. Fox 27.05.2008 23:11
Themen: 3. Golfkrieg Militarismus Repression 
 

Mit Betrübnis haben die Berliner RebelClowns zur Kenntnis nehmen müssen, dass man ihnen auch diesmal wieder keine Einladung hat zukommen lassen: Die ganz wenigen Damen und vielen, vielen Herren wollten ungestört bei der „Kleinen Schwester“ hocken und all die unlustigen Dinge allein und hinter verschlossenen Türen ausbrüten. Die Parlamentarische Frühjahrs-Versammlung der NATO sollte ohne jedwede Schürzenhilfe der bunt benasten Gesellinnen und Gesellen stattfinden… 

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…Da hatte die Kleine Schwester aber – wie immer – nicht mit den SpecialForces der ClownsArmeeBerlin gerechnet! In übergroßer Vorfreude auf den anstehenden fetten 60. Geburtstag wollten auch sie nicht hinten anstehen, sondern mitmischen beim Spiel um „nukleare Erstschläge zur Sicherung von Ressourcen“, bei der „zivil-militärischen Aufstandsbekämpfung“ – sie waren gewappnet, die „Globale Sicherheitsarchitektur“ mit zu entwerfen – und sind überhaupt bestens dafür qualifiziert, als ganz wichtiges Bindeglied in die „Europäische Gendarmerietruppe“ aufgenommen zu werden. Und schließlich: ClownsLand kann auch am Brandenburger Tooor verteidigt werden! 

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Da ClownsSolidatInnen sehr clever sind, sogar noch cleverer als die Kleine Schwester, zog das Bataillon bereits am 24.05.2008 mit vereinten Kräften in die Operation „Nasty NATO“: Die Hälfte des Heheres präsentierte die neuen GlobalPlayers zur Sicherung der Grenzen nach außen und für besondere Aufgaben im Bereich Auslandseinsätze. Die andere Hälfte demonstrierte schon mal ganz deutlich, wie das dann mit dem Schutz nach innen aussieht, wenn endlich auch die Army ausreichend Befugnisse erhält, um ordentlich in und mit bestimmten Bevölkerungsschichten im Inland aufzuräumen! Den absoluten Höhepunkt verkörperte die neue und durchaus anbetungswürdige WunderWaffel des Berliner ClownsHeheres – Die EuroFighterNATO-Keule!

Und so im SchulterSchluss marschierten sie los…
„Mit Blasmusik“ zogen die RebelClowns unter den Linden gen Tooor – brüllten ein helles DreiMalHoch zum Alten Fritzen, skandierten „Sicherheit, Sicherheit! – RRRUHE!!! – Und Ordnung!“, verkündeten den „Erstschlag Jetzt!“ und sangen beherzt Sgt. Weezo’s Song: 

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Schnallt euch eine Knarre um!
Da draußen geht der Terror um!
Schwer bewaffnet aufgereiht!
So seid ihr in Sicherheit!
Eins, zwei – keimfrei...
sieben, vier – kontrolliert...
zwölf, acht – überwacht... 

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Das schaffte, den albernen Begleitschutz der Auslaufenden Modelle in Grün – Pah! Lächerlich! – erfolgreich abzuschütteln! Dann durchs Tooor. Da war’s langweilich. Weiter Richtung Joldelse – das schien aufregender, hatte man doch SCHON WIEDER NE FANMEILE auf den 17.Juni gepflanzt. Es gab aber kein Schland-Schland-Ballermann, sondern Radrennen, jedenfalls einseitig. So konnte das Nasty-NATO-Kommando einfach auf der anderen Hälfte weiter marschieren und anbieten: „Freiheit unterm NATO-Stern – bomben wir für euch heut’ gern!“. Manche wollten! Andere sahen sich erst mal vorsichtshalber nur die eifrig nebenher verteilten Flugschriften der RebelClowns an…

Doch – auf der anderen Seite, hinter den Radlern, lockten die Panzer der Roten Armee. Clown nimmt, was es kricht! Nix wie hin und okkupiert – die KlampfGenossInnen in Gütersloh hatten das ja auch gerade erst gepackt – die hatten sogar nen aktiven SpürPanzer gekapert – ein überschwängliches Hurrra daher an dieser Stelle!!! Und NasenKüsschen nach Dresden! 

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Leider kam schnell ein Securitäter, der die Berliner RebelClowns vom Gefährt scheuchte. Schade! Aber die Mission musste schließlich auch fortgeführt werden. Also zurück, Richtung Tooor, bis sich plötzlich linx eine wundersame Gelegenheit zu ergeben schien, doch noch zur Kleinen Schwester zu gelangen – der Weg war frei! Allerdings lauerten weiter hinten abermals Grüne Gesellen, und von rechts kamen auch welche. Die saßen auf Drahteseln, und clown fragte, ob sie mit am Rennen teilgenommen hätten? Nein. Sondern an der „Rad-Demo“, die ja parallel im Rahmen der NATO-Game-Over-Action stattgefunden hatte, hm… 

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Es war nämlich so, dass die Rad-Demo nun ihrerseits am Tooor angekommen war und sich dort im „Nomadischen Anti-Kriegs-Café“ auf Teppichen und unter Sonnendächern bei Musik, Wasser, Kaffee und Kuchen erholte, Reden redete und Papier verteilte. Und genau dahin wurden denn auch die RebelClowns von den BikeCops eskortiert – sogar gemeingefährlicherweise über ROTE AMPELN! Also – das wird nüscht mehr mit denen…
Da aber Clowns bekanntlich außerordentlich begabt im Ausruhen und Kuchenessen sind, verschwesterten und verbrüderten und verclownten sie sich ganz schnell im „Nom Aca“ mit den anderen Activistaz, tanzten, lachten und lutschten wollüstig an der geilen EuroFighterNATO-Keule. Bis ihnen wieder nach Spielen zumute war. 

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Nun ging’s immer im Kreis rum, durchs Tooor und zurück, die schon benannten Parolen und KriiiechsTexte intonierend, so dass sogar der unweit vor Touristen mimende Goldene Mann sich zum militärischen Gruß hinab und zu den ClownsSolidatInnen hin beugte! Das gab Ansporn, und so vollführten die RebelClowns eine ihrer schönsten Übungen: Vorwärts schoben sie sich mit den gierigen Schreien „ÖL!“, „Ressourcen!!!“, „MÄRKTE!“, „Paaanzer, ach: PAAANZER!“, um sich hernach zurückzuwinden mit schlimmen Ängsten: „TERRORISTEN – überall TERRORISTEN!“, „AaanSchläge…!“, „ATTENTÄTER!!!“, „FLÜCHTLINGS-STRÖME!“ und „…die nehmen uns die ARBEIT weg…“ – es war wirklich sehr furchtbar…

Nach abermaliger kleiner Pause unterm Tooor verabschiedeten sich die Clowns mit ’ner weiteren Runde vom „Nom Aca“ und schlenderten dann unter den Linden zurück. Aber ihnen fiel ein, dass sie noch in den Kongress gehen könnten, den „zur Zukunft der Bürgerrechte >Sicherheitsstaat am Ende<”. Und zwar in Humboldt’s große Universität. Unterwegs erschreckte sie noch ein netter junger Herr, indem er sich auf offener Straße einen etwa 10 Zentimeter langen und 50 Millimeter dicken Eisen-Nagel ins rechte Nasenloch schob, einfach so. – Na gut, die Clowns entdeckten, dass der Nagel nur etwa 5 Zentimeter lang war und der nette junge Herr dies tat, um auf die Kostüme hinter sich aufmerksam zu machen, welche wiederum einen „FundusVerkauf der KOMISCHEN OPER“ anpriesen. Nicht gänzlich un-clowny. (Liebe Kinder! Bitte nicht zuhause nachmachen!) Doch an Kostümen waren die best-multiformierten ClownsSolidatInnen nicht interessiert, also ging’s strax gen HU-Hof, hoch in den Konferenz-Raum, einmal durch den ganzen Saal – was mit tobendem Applaus begrüßt wurde, war diese kleine Einlage wohl eher der Opener der etwas verspätet begonnenen Veranstaltung…

Nun reichte es aber: Auf der schönen Wiese im Innenhof ließ sich noch ein wenig rasten, bis es heimwärts ins BasisLager ging. Eine prima Operation war das! Soll doch die Kleine Schwester sehen, wo sie bleibt, humorlos und grausam wie sie ist! 

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Auf den 66. Geburtstag von Onkel Horst und auf die Rente! Die Kehle brennt und die StrassenBourg lacht! Kein Eid! Kein Mord! Kein Morgensport!

Fotos: Knut Hildebrandt

Link:  http://de.indymedia.org/2008/05/218459.shtml
 
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