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  Mecklenburger Acker besetzt
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Bütow

westlich der Müritz/Mecklenburg Vorpommern:

Acker besetzt!
.




Freundinnen und Freunde der Kartoffel,

Wir haben es geschafft!


bei Bütow westlich der Müritz/Mecklenburg Vorpommern halten wir
einen Acker besetzt. Damit wollen wir verhindern, dass hier - wie
von der BASF Plant Science geplant - “ gentechnisch
veränderte Amflora-Kartoffeln freigesetzt werden.
Die Freisetzung durch die Tochter des gleichnamigen Chemie-Konzerns ist auf den experimentellen Anbau zur Gewinnung von Pflanzkartoffeln beschränkt. BASF hat nämlich bis jetzt keine Genehmigung für einen kommerziellen Anbau
ihrer Gen-Tech-Kartoffeln bekommen. Weil wir aber nicht sicher sein können, dass das auch so bleibt, und weil auch der experimentelle Anbau unüberschaubare und möglicher Weise irreversible Gefahren für Mensch und Natur hat, wehren wir uns mit dieser Besetzung.

In diesem Sinne: Gentechnik mach dich vom Acker!

Wir sind gekommen, um zu bleiben und Du kommst hoffentlich dazu!


Also: kommt alle zu uns auf den Acker und lasst Euch dort mit uns nieder - dauerhaft oder zum Tee trinken, Gitarre spielen, feiern oder einfach nur zum quatschen. Wir freuen uns über jedeN und alles!

Kommt einfach nach Röbel (Mecklenburg). Mit dem öffentlichen Nahverkehr geht das vom Bahnhof Waren/Müritz aus mit dem Bus. Waren/Müritz könnt ihr von Rostock, Berlin und Neustrelitz aus bequem mit dem Zug erreichen.

Trampen geht über die A 19, Abfahrt Röbel.

Ruft von Röbel (Mecklenburg) aus am Besten das Info-Telefon
an, dann erklären wir Euch den Rest des Weges: 0160-93584528.

Vergesst nicht warme Sachen, Isomatte Schlafsack -  Zelt wenn
vorhanden, Taschenlampen und andere praktische Dinge, nebst Essen mit zubringen.

Wir sehen uns hoffentlich!

                                   ---------

Presse-Info 1.5.08

 

Polizei räumt Genfeldbesetzung in Dambeck

AktivistInnen kündigen Mahnwache und weitere Aktionen an


Dambeck - Am Nachmittag des 30.4. räumte die Polizei die zunächst erfolgreiche Besetzung des Versuchsfeldes für gentechnisch veränderte Kartoffeln der Sorte Amflora bei Dambeck im Landkreis Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) Die drei Personen, die sich auf 8 Meter hohen Holzdreibeinen angekettet hatten, wurden durch das Vorgehen der Polizei z.T. stark gefährdet, auch gegen die restlichen der etwa 30 BesetzerInnen wurde gewaltsam vorgegangen.

Für die nächsten Tage haben die AktivistInnen unter anderem eine Mahnwache am Genfeld geplant, damit wollen sie die bevorstehende Aussaat kritisch begleiten.

Nachdem in den letzten Wochen mehrere Feldbesetzungen mit der Aufgabe der Genversuche geendet hatten, reagierten Landwirt Niehoff und die örtlichen Polizei unerwartet hart. Um den Schutz der besetzten Ackerfläche zu gewährleisten, schien ihen fast jedes Mittel recht.

Das Camp


auf dem Acker wurde zunächst von Bereitschaftspolizei
umzingelt und nach sehr kurzer Zeit damit angefangen, die anwesenden etwa 30 Personen vom Acker zu schleifen. Einige von ihnen wurden auch mit Kabelbindern gefesselt. Ein Journalist vom Offenen Kanal Berlin wurde nicht nur am Filmen gehindert, sondern von mehreren Polizeibeamten zu Boden geworfen und brutal abgeführt, seine Kamera wurde dabei zerstört. Ähnlich ging es dem Rechtsanwalt der BesetzerInnen, der mit Polizeigewalt daran gehindert wurde, den Acker auch nur zu betreten, geschweige denn Kontakt zu den Festgenommenen aufzunehmen.

Von der Räumung


der drei acht Meter hohen Holztürme waren die
anwesenden Polizeikräfte offensichtlich technisch überfordert. Statt jedoch Spezialkräfte anzufordern, wurde einfach ausprobiert. Auch
die AktivistInnen, die sich als Kontaktpersonen erklärten und
wichtige Informationen vermitteln wollten, wie die Polizei möglichst vorsichtig die AktivistInnen auf den Türmen räumen kann, wurden brutal abgeführt. "Herr Niehoff war persönlich anwesend und hat sich durch besonders rücksichtslose Vorschläge hervorgetan; überhaupt  schien es teilweise, als sei er der Einsatzleiter", berichtet  Philipp Grunwald, der auf einem der Türme saß. "Aber auch von den  Polizisten kamen immer wieder Sprüche, dass ich ja selber verantwortlich bin, wenn ich runterfalle."

Während der zweistündigen Räumung des ersten Turmes wurden ihm u.a. Rucksack und Klettergurt einfach zerschnitten und mehrmals ein Umfallen des Turmes sowie ein Reißen oder Brechen der ganzen Konstruktion riskiert. "Weil die Aufhängung des Rohres und später auch meine Sicherung zerschnitten wurde, hing ich lange Zeit direkt am Rohr. Dadurch wurden meine Arme abgeklemmt, aber den angeblich mich schützenden Polizisten war das egal", berichtet er weiter.

Alle Festgenommenen wurden in der Polizeistation in Röbel für
mehrere Stunden festgehalten. Gegen das Vorgehen der Polizei würden sie Anzeige wegen versuchter und tatsächlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung erstatten, kündigten die BesetzerInnen an.

Auf dem Flurstück bei Dambeck hatte Landwirt Niehoff im Auftrag der BASF Plant Science 20 Hektar für die Vermehrung von gentechnisch veränderten Amflora-Kartoffeln angemeldet. Diese Kartoffeln beinhalten im Gegensatz zu herkömmlich Kartoffeln nur die Stärkeart Amylopektin. Damit soll der Industrie ein Arbeitsschritt erspart werden, da zur Herstellung von Klebstoffen oder Textilien nur Amylopektin benötigt wird. Die umstrittene Amflorakartoffel ist aktuell in der Diskussion. Die EU-Kommision will noch dieses Jahr über eine Genehmigung zur kommerziellen Verbreitung entscheiden. Beratschlagen tut sie diesbezüglich in der folgenden Woche. Dies wäre seit der Zulassung des Monsanto Bt-Mais' die erste weitere Genehmigung einer gentechnisch veränderten Pflanzensorte und könnte
der Agro-Gentechnik den Durchbruch erleichtern.

In der Nacht zum 30. April war der Acker in Dambeck von etwa 30
UmweltaktivistInnen mit mehreren 8 Meter hohen Holztürmen und
Zelten besetzt worden. Die BesetzerInnen hatten angekündigt, so
lange bleiben zu wollen, bis der Versuch aufgegeben würde.

Hoffnung auf Erfolg

machten ihnen die erfolgreichen Besetzungen von Genversuchsfeldern in Oberbohingen bei Stuttgart, Gießen und Groß-Gerau bei Frankfurt, die in den letzten Wochen besetzt worden waren und mit der Aufgabe der Versuche geendet hatten. Ebenfalls aufgegeben wurde ein Versuch in Falkenberg im südlichen Brandenburg, auf dem dutzende Menschen öffentlich Biokartoffeln gesetzt hatten. Die Aussaat auf zwei Versuchsfeldern in Forchheim bei Karlsruhe und Northeim bei Göttingen wurde trotz Besetzungen mit Polzeigewalt durchgesetzt.

In Dambeck ist für die nächsten Tage eine Mahnwache am Genfeld geplant, damit soll die bevorstehende Aussaat kritisch begleitet werden.

 

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