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  Clown-Army besetzt Arbeitsagentur und vertreibt Fascho-Politiker aus Humboldt-Uni!
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Clown- Army Einsatz in Berlin

Rasende Reporterin 09.03.2006 22:45 Themen: Gender Soziale Kämpfe
 

Clown-Army besetzt Arbeitsagentur und vertreibt Fascho-Politiker aus Humboldt-Uni!

Heute wurde ich mehrfach Zeugin von Interventionen der berühmten und ruhmreichen Clown- Army.
11:45, Job-Center Hellersdorf/Marzahn
Eine gutgelaunte Einheit der Clown-Army betritt zuversichtlich und kampfesfroh Räumlichkeiten der berüchtigten Bundesagentur. Flugblätter werden an die in langen Schlangen aufgereihten Menschen verteilt, Frohsinn verbreitet(mit zugegebenermaßen lediglich Teilerfolgen). Eine freundliche Dame führte hierbei eine Videokamera. Doch Huch - bloß 60 Sekunden währte das Glück ungehinderter Agitation! Schon war ein agressiver Mob, bestehend aus 3-5 Security-Kräften, eines scheinbar leitenden Angestellten und zwei zufällig(kein blöder Scherz - sie waren den Clowns von der Straße her gefolgt, da ein Clown natürlich immer den Verdacht krimineller Umtriebe weckt) vorbeischauenden PolizistInnen nebst kleinem Praktikanten zur Stelle. Die Clowns sollten ihre Dienstausweise vorlegen, welche sie nachlässigerweise nicht dabei hatten. Beinahe drohte also eine Anzeige wegen Dienstgradanmaßung, Personalien wurden sog. Personalausweisen entnommen. Die unverständlicherweise zwischen die Fronten geratene Dame mit Kamera wurde massiv zur Herausgabe des technischen Geräts aufgefordert, die Clowns verteidigten sie erfolgreich. Die Situation spitzte sich erheblich zu, als sechs weitere PolizistInnen hinzukamen, welche z. T. bedrohliche Stabtaschenlampen (im Ernst wäre ein Knüppel dagegen warmer Regen) mit sich führten - dabei war doch hellichter Tag! So kann mensch doch nicht Clowns heimleuchten! Auf den Hinweis der Clowns, sie würden doch "bloß die Arbeit suchen, die muß doch hier irgendwo sein?!!", reagierte ein Beamter, sie sollen doch Schnee schaufeln. Was ja albern ist, denn davon gibts bekanntlich in Berlin höchstens so viel wie andere Jobs. "Dann geht halt nach Bayern", frotzelte ein Beamter am Thema vorbei. Nach Beendigung der Personalienfeststellung brachen die Clowns ihren lustigen Einsatz ab, aber nur um...

13:45, Humboldt Universität
Hier hatte sich ein wahrer Freund der demokratischen Kultur vor illustrem Publikum versammelt: Lech Kaczinsky aus Polen! Dieser hatte sich zuvor einen schwungvollen Namen gemacht, indem er der Queer-Community Polens zunächst eine CSD-Parade untersagt hatte. Auch den gewaltsamen Angriff seitens eines Mobs von Neonazis, welche Steine warfen und Menschen zusammenschlugen, empfand er als Ausdruck gesunden Volksempfindens. Nach dieser Vorgeschichte meinte er tatsächlich, in der Humboldt-Uni ungestört reden zu können. Dies brachte eine Rest-Einheit der Clowns so in Rage, daß diese sich zwischen ca. 50 Protestierende, wenigstens ebensovielen Zivibullen, diversen Uniformierten und ein paar echt düüüüster aussehenden Personenschützern und dem schon erwähnten reizenden Publikum wiederfand... Leider konnte auch lautes Geschrei von Seiten der Unwilligen den starken Mann aus dem Nachbarland nicht stoppen. Nach seiner feigen Flucht aus dem Gebäude beschimpften ältere, scheinbar gutgestellte Damen die Clowns mit den Worten: "Das ist unser Präsident, ihr Schweine!".
Eine wahre Friedensmacht läßt sich von solch niveaulosen Provokationen natürlich nicht aus der Ruhe bringen, das größte Schwein am Ort war ja eh schon weg. Somit hinterliessen die Clowns ein Klima gemütlich redefreier Demokratie, wie es sich für eine anständige Armee gehört!

Leider kam ich nicht dazu, die Clown-Army direkt im Einsatz fotographieren, sodaß die Bilder etwas statisch wirken...
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